In schwindelnden Höhen und tief unter der Erde

Mineralienfreizeit im Habachtal

 

Auch in diesem Jahr war die obligatorische Pfingstfahrt ins Habachtal wieder ein spannendes und schönes Erlebnis für alle teilnehmenden Kinder und Erwachsene.

Bei tollem Wetter machte sich eine Gruppe von 21 Personen der MinerKids und des AWO-Ortsvereins zusammen mit dem AWO-Jugendwerk auf die Fahrt nach Österreich, die bis auf ein paar ferienbedingte Stockungen problemlos absolviert wurde.

In diesem Jahr waren alle Teilnehmer im Hauserhof Bramberg bei Lisbeth Blaickner untergebracht. Das stellte sich erneut als sehr gute Wahl heraus, bei einem wunderbaren Blick auf die imposanten Berge des Habachtals hatten nicht nur die Erwachsenen urgemütliche und liebevoll eingerichtete Zimmer, sondern auch für die Kinder war viel geboten.

Neben tollen Büchern, einem Spielplatz, Trampolin, Kettcars, Spielen und vieles mehr sorgte vor allem die Belegschaft der kleinen Pension, bestehend aus Lämmern, Hühnern, Kühen, Hasen für große Begeisterung

Nach einem herzlichen Empfang und einem leckeren Abendessen ging der Tag zum gemütlichen Teil mit Spielen und guter Unterhaltung entspannt zu Ende. Geburtstagskind Brigitte bekam natürlich noch ihr Ständchen.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des „grünen Goldes”, den herrlichen Smaragden, vom Wirt des Hauserhofs wurde die Gruppe zum Geröllfeld einer abgegangenen Mure in einem Wildbach gefahren, wo es etliche beachtenswerte Smaragdfunde gab, aber auch Quarz, Bergkristall und Pyrit konnte man entdecken.

Dazu kam noch die tolle Flora des Habachtals mit schönen Blumen und Pflanzen.

Mittags war man zu Gast in der Gastwirtschaft „Alpenrose” und nach der Essenspause und weiterem Suchen wurde ein abwechslungsreicher Tag im Hauserhof bei gemütlichem Beisammensein beendet.

Anstrengend, aber beeindruckend wurde der Ausflug am nächsten Tag, im Nationalpark Hohe Tauern begab man sich vom Tal bis hinauf zum Schaubergwerk an der Knappenwand, allein der Weg entlang eines Wasserfalls, mit Blicken hinab aufs Tal, vorbei an Wäldern und Wildbächen war schon jede Mühe wert.

Im Schaubergwerk gab es eine sehr interessante Führung in zwei Gruppen. Tief hinein in das Gebirgsmassiv ging es durch die schmalen Schächte und man konnte das mühsame Leben der Bergleute im Kupfererzabbau hautnah nachvollziehen. Gerade die größeren Teilnehmer wären wohl für das Leben als Bergmann eine ganze Ecke zu lang gewesen.

Diese unglaublich spannende Tour wurde mit einer Brotzeit auf der Hütte des Nationalparks weitergeführt und nach einem leicht regnerischen Abstieg wurde der Tag beim gemeinsamen Schauen der Fußball-Europameisterschaft gebührend beendet.

Eine der größten privaten Mineraliensammlungen, die Sammlung von Kurt Nowak, war einer der Höhepunkte am Abreisetag, ehe es nach dem Mittagessen im schicken Gasthaus „Seeblick” neben einem schillernd grünen Stausee wieder nach Hause ging, wo man am Abend wieder wohlbehalten anlangte.

 

Peter Jordak